Liebe Leserin, lieber Leser,
hinter uns liegt ein spannendes Jahr voller europäischer Begegnungen! Dank des Erasmus+-Programms hatte unser Team der Grundschule am Schloss Horst die Möglichkeit, innovative Bildungsideen aus ganz Europa kennenzulernen und direkt in unsere Klassenzimmer zu holen. Doch was bedeutet das konkret für den Alltag unserer Kinder? Hier sind die wichtigsten Impulse, die wir bereits umsetzen:
1. Digitale Vielfalt und Kreativität In unseren Fortbildungen (u.a. in Florenz) haben wir gelernt, wie wir digitale Medien sinnvoll und motivierend in den Unterricht integrieren.
Kreatives Gestalten: Ein besonderes Highlight ist der Einsatz von Stop-Motion-Technik. Hierbei erstellen die Kinder eigene kleine Filme, indem sie Figuren Schritt für Schritt bewegen und fotografieren. Das fördert nicht nur das technische Verständnis, sondern auch die Geduld und das Geschichtenerzählen.
Interaktive Elemente: Im Schulalltag kommen nun verstärkt viele kleine digitale Werkzeuge zum Einsatz. Mit Tools wie Kahoot und Sketchful werden Lerninhalte spielerisch abgefragt, während Taskcards uns helfen, Aufgaben digital und übersichtlich zu strukturieren.
Der Effekt: Diese Werkzeuge fördern die digitale Kompetenz und sorgen für eine hohe Motivation bei den Schülern und Schülerinnen.
2. Lernen in Bewegung und „Draußen-Schule“ Nach isländischem Vorbild verknüpfen wir akademische Inhalte nun noch enger mit körperlicher Aktivität.
Bewegtes Lernen: Ob Einmaleins oder Vokabeltraining – viele Aufgaben werden nun mit Bewegungsspielen kombiniert.
Nachhaltigkeit: Wir setzen verstärkt auf selbst hergestellte, umweltfreundliche Materialien und nutzen die Natur als Lernraum, um Plastikressourcen im Schulalltag zu reduzieren.
Der Effekt: Das Lernen mit allen Sinnen unterstützt die Konzentration und schafft eine vielseitige Lernumgebung.
3. Well-being: Achtsamkeit und Stärken im Fokus Ein zentrales Thema unserer Reisen nach Finnland und Island war das Wohlbefinden (Well-being) der gesamten Schulgemeinschaft.
Achtsame Pausen: Wir integrieren nun regelmäßige Atemübungen, Yoga-Elemente und „Brain Breaks“ (kurze Bewegungspausen) in den Vormittag.
Positive Pädagogik: Mit Methoden wie dem PERMA-Modell konzentrieren wir uns auf die individuellen Talente der Kinder. An unserer „Wand der Stärken“ machen wir sichtbar, was jedes Kind besonders gut kann.
Der Effekt: Die Kinder lernen, Stress zu regulieren und mit einem positiven Selbstbild durch den Schulalltag zu gehen.
Fazit: Ein Gewinn für die ganze Schule
Diese Fortbildungen waren für uns als Lehrkräfte außergewöhnlich gewinnbringend – methodisch, pädagogisch und im Hinblick auf den europäischen Dialog. Wir freuen uns darauf, diese modernen Konzepte gemeinsam mit den Kindern an unserer Schule weiter wachsen zu lassen.